Roda

CAPOEIRA DRESDEN

International Capoeira Raiz

Mestre Bailarino

Roda

Capoeira wird normalerweise in einem Kreis aus Menschen, der sogenannten "Roda" gespielt. Dieser Kreis wurde früher zum Schutz vor neugierigen Blicken benutzt. Jeder Spieler und Zuschauer ist dazu aufgefordert zur Musik zu singen und zu klatschen um so etwas zur Energie beizutragen die das Spiel antreibt. Die klassischen Instrumente der Capoeira sind die Atabaque, das Pandeiro und das Berimbau.

 

Dem Berimbau fällt dabei die Wichtigste Rolle zu. Es gibt den Spielern die Spielart vor - schnell oder langsam; aggressiv oder akrobatisch. Das Berimbau startet und beendet die Roda.

 

Die umstehenden Capoeiristas können in ein laufendes Spiel einkaufen, indem sie entlang der Roda zur "Gunga", der großen Berimbau, gehen und dort mit einer angedeuteten Berührung andeuten dass sie spielen wollen. Dann laufen sie entlang des Kreises bis sich eine günstige Möglichkeit zum "kaufen" bietet. Ein Capoeirista kauft indem er mit der Hand zwischen die beiden Spielenden geht, wobei er immer dem Spieler zugewandt ist der als letztes in die Roda gegangen ist. Mit diesem setzt er dann auch möglichst ohne Verzögerung das Spiel fort, während sich der herausgekaufte Spieler wieder in die Roda einreiht.

 

Beim Kaufen ist es wichtig das beide Spieler den Kaufenden gut sehen können. Desweiteren ist es wichtig auf die Kordel-Hierarchie zu achten. Ein hochrangiger Capoeirista wird nicht herausgekauft. Er spielt solange, bis er selbst das Spiel beendet. Im Training gibt es natürlich Ausnahmen.

 

Wenn ein Capoeirista eine Pause einlegen möchte zeigt er dies meist durch ein kurzes Klatschen hinter dem Rücken an. Daraufhin beginnt die "Volta do Mundo"; die Reise um die Welt. Beide Capoeiristas laufen entlang des Randes der Roda bis der vordere sich zu Füßen des Berimbau.