Mestre Bimba

CAPOEIRA DRESDEN

International Capoeira Raiz

Mestre Bailarino

 

2014 wurde Capoeira von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.

Geschichte von Mestre Bimba

Der Vater der Capoeira Regional

Manoel dos Reis Machado geboren am 23. November 1900 im Stadtteil Engenho Velho der Stadt Salvador da Bahia. Sohn von Luís Cândido Machado und Maria Martinha do Bonfim. Seinen Spitznamen Bimba bekam er aus einer Wette zwischen der Hebamme und seiner Mutter. Während der Schwangerschaft dachte seine Mutter dass es ein Mädchen werden würde. Die Hebamme wettete dagegen. Als er auf die Welt kam bekam er den Spitznamen Bimba (in Bahia eine verniedlichte Bezeichnung für das männliche Sexualorgan).

 

Bimba fing mit 12 Jahren an, Capoeira in der Estrada das Boiadas, heute Viertel der Liberdade, zu spielen. Sein Lehrer war der Afrikaner Bentinho, Kapitän der Cia. De Navegação Bahiana. In dieser Zeit wurde Capoeira noch stark verfolgt. Capoeira war Sache der Gauner, Fuhrleute, Lagerarbeiter und Stauer. Bimba war Stauer und etwas von allem und spielte Capoeira Angola.

 

Seit ungefähr 1927, Capoeira war immer noch illegal, erreichte Mestre Bimba es mittels ein List Unterricht zu geben: „Er kratzte die letzten Groschen zusammen“ und bestach den Delegierten, um wenigstens eine Stunde zu unterrichten. Erst nach der Stunde tauchte dann der Delegierte mit einigen Soldaten auf und verjagte Bimba und seine Schüler, die daraufhin wegliefen, damit der Schwindel nicht aufflog.

 

Zu dieser Zeit stellte er fest das die ursprüngliche Capoeira Angola mehr und mehr degenerierte. Sie diente immer öfter nur noch Pseudo-Capoeiristas, die sie ausschließlich für Vorführungen auf Plätzen praktizierten um sich eine Mahlzeit zu erhaschen. Er sah die Kunst der Capoeira vor seinen Augen langsam verfallen. Bimba, der selbst ein hervorragender Angoleiro war beschloss dies zu ändern indem er effizientere Kampftechniken einführte, die er von seinem Vater gelernt hatte, der zu seiner Zeit ein bekannter Batuque Kämpfer war. Zudem entwickelte er die bis dato im Capoeira unbekannten Lehrsequenzen, die einen rationaleren Unterricht in einem kleineren Zeitraum ermöglichte.

 

Weil sein Stil nur in Bahia gelehrt und ausgeübt wurde, benannte er ihn im Jahre 1928 in "Luta Regional da Bahia" (Regionaler Kampf aus Bahia). In den dreißiger Jahren mit Beginn eines neuen Zeitalters und im Zuge von gesellschaftlich-politischen Veränderungen bekam auch der von Mestre Bimba geschaffene Stil die Chance, andere gesellschaftliche Schichten zu erreichen.

 

Mestre Bimba hatte mit seiner mittlerweile offiziell eingeschriebenen Capoeira Akademie, Schule der Capoeira Regional im Stadtteil Engenho de Brotas, Salvador, 1932, grossen Zulauf aus der Studentenszene und der Mittelklasse.

 

1936 forderte Mestre Bimba jeden Kämpfer jeden Kampfstils auf sich mit seinem Capoeira Regional zu messen. Der Ort der Kämpfe war der Park Odeon am Praça da Sé. Es gab 4 Kämpfe gegen Vitor Benedito Lopes, Henrique Bahia, José Custódio dos Santos und Américo Ciência. Der längste Kampf dauerte 1 Minute und 10 Sekunden, was seinen Namen, den er im Viertel hatte, unterstrich („3 Pancadas“ - „3 Schläge“Dies war das Maximum, was seine Gegner aushielten. Die Zeitungen titelten „Bimbaébamba!“,wassovielbedeutet,wie „Bimba ist ein As“ („OEstado da Bahia“).

 

1937 erreichte Mestre Bimba beim Amt für Erziehung, Gesundheit und öffentliche Fürsorge eine Eintragung für seine Akademie unter der Nr. 305/1937/AP/NCL

 

Am 23.7.1953 lud ihn der populistische Präsident Getúlio Vargas in seinen Palast ein um sich diese moderne Capoeira präsentieren zu lassen. Während der Präsentation vernahm Bimba ein Kommentar des Präsidenten: "Capoeira ist der einzig wahre Nationalsport". Vargas zeigte sich begeistert - Mestre Bimba hatte es geschafft die Capoeira endgültig aus ihrem Dasein am Rande der Gesellschaft zu befreien und sicherte so die Zukunft dieser einzigartigen Kampfkunst.

 

Bimba starb am 5.2.1974, einem Sonntag, ein Jahr nachdem er von Bahia nach Goiânia gezogen war. Bis zum Samstag davor leitete er noch eine Präsentation im Clube dos Funcionários Publicos und gab, obwohl schwer krank, noch Unterricht.

 

Capoeira Regeln von Mestre Bimba

  • Wenn Du im Haus eines anderen schläfst, schlafe mit einem offenen und einem geschlossenen Auge.
  • Biege nicht in Ecken ein.
  • Gehe nachts nicht unter dicht belaubten Bäumen.
  • Setze Dich nicht irgendwo mit dem Rücken zur Straße hin.
  • Laufe nicht in dunklen Straßen.
  • Sicher währt am längsten.
  • Wenn man in der Roda schläft, fällt die Pfeife. Mit anderen Worten, man bekommt was auf den Deckel.
  • Gib das Rauchen auf. Es ist verboten, während der Trainings-stunde zu rauchen.
  • Gib das Trinken auf. Der Genuss von Alkohol beeinträchtigt den Stoffwechsel der Muskeln.
  • Vermeide es deinen Freunden außerhalb der Capoeira-Roda deine Fortschritte zu zeigen. Denk dass die Überraschung dein bester Verbündeter im Kampf ist.
  • Vermeide es während des Trainings zu schwätzen. Du bezahlst für die Zeit, die Du in der Academia verbringst, und beim Beobachten der anderen Kämpfer kannst du viel lernen.
  • Geh immer in die Ginga.
  • Trainiere täglich die Basisübungen.
  • Habe keine Furcht Dich dem Gegner zu nähern. Je näher Du an ihm dran bist, desto mehr kannst Du lernen.
  • Lass den Körper immer entspannt.
  • Es ist besser sich in der Roda zu schlagen als auf der Straße.

 

 

Reglamento de Mestre Bimba, capoeira Regional

  • Deixe de fumar. é proibido fumar durante os treinos.
  • Deixe de beber. O uso do álcool prejudica o metabolismo muscular.
  • Evite demonstrar a seus amigos de fora da roda de capoeira os seu progresso.
  • Lembre-se de que a surpresa é a melhor aliada numa luta.
  • Evite conversa durante o treino. Você esta pagando o tempo que passa na academia e, observando os outros lutadores, aprenderá mais.
  • Procure gingar sempre.
  • Pratique diariamente os exercícios fundamentais.
  • Não tenha medo de se aproximar do seu oponente. Quanto mais próximo se mantiver, melhor aprenderá.
  • Conserve o corpo relaxado.
  • É melhor apanhar na roda que na rua.

 

 

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